Übungsdatenbank · Altersgruppe E · Hauptteil · 8 Min

Kopfball-Gewöhnung mit Luftballon und Softball

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Kurz gesagt: Eine behutsame Heranführung ans Kopfballspiel ausschließlich mit Luftballon und weichem Schaumstoffball. Der DFB empfiehlt, Kopfballübungen im Kindertraining so weit wie möglich zu vermeiden – diese Station bleibt deshalb kurz, freiwillig und arbeitet nie mit einem normalen Ball.

Übungsziel

Die Kopfballbewegung angstfrei kennenlernen – Stirn statt Scheitel, Augen offen, Rumpf führt die Bewegung. Bewusst als Gewöhnung, nicht als Wiederholungstraining.

Auf einen Blick

AltersgruppeE-Jugend
TrainingsphaseHauptteil
Dauer8 Minuten
Spielerzahl8–14 Kinder · paarweise · Teilnahme freiwillig
MaterialLuftballons, Softbälle, Hütchen
KategorienKopfballspiel, Koordination, Ballgewöhnung, Beweglichkeit
Spaßfaktor★★★☆☆
Anstrengung★★☆☆☆
Schwierigkeit★★☆☆☆

Organisation

  • Paare bilden, Abstand zunächst 2 m. Je ein Luftballon pro Paar.
  • Schaumstoff- beziehungsweise Softbälle für die späteren Stufen bereitlegen. Kein normaler Spielball.
  • Kleines Feld abstecken, damit die Paare Abstand halten.
  • Teilnahme ist freiwillig: Wer nicht möchte, übt an einer parallelen Ballkontrollstation.

Ablauf Schritt für Schritt

  1. Stufe 1 im Sitzen mit Luftballon: Der Partner lässt fallen, der Sitzende köpft mit der Stirn zurück. Der Rumpf führt die Bewegung.
  2. Stufe 2 im Stehen mit Luftballon: gleiche Aufgabe, jetzt mit leichter Rumpfbewegung nach hinten und vorn.
  3. Stufe 3 mit Softball im Sitzen: Der Partner wirft aus 2 m weich zu, Kontakt mit der Stirnmitte.
  4. Stufe 4 mit Softball im Stehen: höchstens fünf Kontakte pro Kind, dann Pause.
  5. Stufe 5 gezielt: zwei Hütchen als Ziel, der Softball soll dazwischen durchgeköpft werden.
  6. Jede Stufe etwa 90 Sekunden. Wer sich unwohl fühlt, geht eine Stufe zurück.

Belastungssteuerung

  • Insgesamt höchstens 15 bis 20 Kopfballkontakte pro Kind und Einheit – der DFB rät ausdrücklich zur Zurückhaltung.
  • Nie mit einem normalen Ball köpfen. Wenn überhaupt ein Spielball, dann Ultralight Größe 3 (290 g) mit niedrigstem zulässigem Druck.
  • Höchstens einmal alle zwei bis drei Wochen im Programm – Kopfball ist in dieser Altersstufe ein Randthema.
  • Bei Kopfschmerzen, Schwindel oder Unwohlsein sofort abbrechen.

Skizze des Aufbaus

Zielsitzend
● blau = Angreifer / Kinder · ● rot = Gegner · ● gelb = Torwart · ● schwarz = Trainer · ▲ Hütchen · durchgezogener Pfeil = Pass · roter Pfeil = Schuss · gestrichelt = Laufweg · Schlangenlinie = Dribbling

Mehrere Paare stehen einander im Abstand von etwa zwei Metern gegenüber, gleichmäßig über ein kleines Feld verteilt. Zwischen jedem Paar führt ein durchgezogener Doppelpfeil hin und her, der Zuwurf und Kopfball darstellt. Ein Paar am unteren Bildrand sitzt am Boden – das ist die erste Übungsstufe mit dem Luftballon. Rechts steht ein Hütchentor aus zwei Hütchen als Ziel für die letzte Stufe. Es kommt kein Kleinfeldtor und kein normaler Ball vor.

Leichter machen

  • Ausschließlich Luftballon, nur die Stufen 1 und 2.
  • Ball selbst hochwerfen und köpfen, ohne Partner.

Schwerer machen

  • Kopfball im Absprung mit dem Softball, wenige Wiederholungen.
  • Kopfball auf zwei Hütchentore aus 3 m Entfernung.

Coaching-Punkte

  • Augen offen, Mund zu, Treffpunkt ist die Stirnmitte – niemals der Scheitel.
  • Der Rumpf führt die Bewegung, der Kopf bleibt fest auf der Halswirbelsäule.
  • Kein Kind zum Kopfball drängen. Angst ist hier ein ernstzunehmendes Signal, kein Widerstand.

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