Übungsdatenbank · Altersgruppe G, F · Hauptteil · 12 Min

Urwaldrennen – Dribbelparcours durch den Dschungel

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Kurz gesagt: Ein Dribbelparcours mit vier Dschungelstationen: Hängebrücke, Fluss, Löwengrube und Affentempel. Die Gruppen laufen gegeneinander, die Geschichte trägt dabei mehr als der Wettkampf.

Übungsziel

Ballführung in wechselnden Anforderungen: eng im Slalom, hoch getragen, unter Zuruf und mit Drehung um die eigene Achse. Vielseitige Bewegungserfahrung mit Ball statt reiner Technikwiederholung.

Auf einen Blick

AltersgruppeG-Jugend, F-Jugend
TrainingsphaseHauptteil
Dauer12 Minuten
Spielerzahl9–18 Kinder · Gruppen zu dritt, zwei Kinder gleichzeitig unterwegs
MaterialHütchen, Bälle, Bodenmarkierungen, Reifen
KategorienDribbling, Koordination, Bewegungsschule, Ballgewöhnung, Kleine Spiele, Beidfüßigkeit
Spaßfaktor★★★★★
Anstrengung★★★☆☆
Schwierigkeit★★☆☆☆

Organisation

  • Parcours als Rundkurs aufbauen, damit die Strecke zum Start zurückführt.
  • Station 1 Hängebrücke: vier Hütchen in einer Reihe im Abstand von 1,5 m als Slalom.
  • Station 2 Fluss: eine 4 m breite Zone aus Bodenmarkierungen quer zum Weg.
  • Station 3 Löwengrube: ein mit Hütchen abgestecktes Feld von etwa 5 × 5 m.
  • Station 4 Affentempel: ein Reifen als Markierung.
  • Gruppen zu dritt bilden, je zwei Bälle pro Gruppe – so sind immer zwei Kinder gleichzeitig unterwegs und niemand steht lange.
  • Zwei Gruppen laufen nebeneinander denselben Parcours.

Ablauf Schritt für Schritt

  1. Hängebrücke: im Slalom durch die Hütchen dribbeln, enge Ballführung.
  2. Fluss: den Ball aufnehmen und mit beiden Händen über dem Kopf durch die Zone tragen – im Wasser geht der Ball sonst verloren.
  3. Löwengrube: durch das Feld dribbeln, während die wartende Gruppe laut brüllt. Der Ball bleibt am Fuß.
  4. Affentempel: am Reifen anhalten, den Ball festhalten und sich einmal um die eigene Achse drehen.
  5. Zurück zum Start dribbeln und den Ball zum nächsten Kind der Gruppe rollen.
  6. Sobald ein Kind die Hängebrücke verlassen hat, startet das nächste – es sind immer zwei Kinder der Gruppe unterwegs.
  7. Drei Durchgänge, dazwischen Trinkpause.

Belastungssteuerung

  • Zwei Bälle pro Gruppe und Gruppen zu dritt sind der Normalfall, nicht die Steigerung. Eine klassische Staffel mit einem Ball erzeugt vor allem Wartezeit.
  • Ein Durchgang dauert etwa 90 Sekunden, dazwischen eine echte Pause.
  • Die Parcourslänge steuert die Belastung. Wird sie zu lang, wird aus der Technikform ein Ausdauerlauf.
  • Kein Ausscheiden, keine Platzierungstabelle über mehrere Durchgänge – die Geschichte trägt, nicht der Sieg.

Skizze des Aufbaus

FlussLöwengrubeTempel
● blau = Angreifer / Kinder · ● rot = Gegner · ● gelb = Torwart · ● schwarz = Trainer · ▲ Hütchen · durchgezogener Pfeil = Pass · roter Pfeil = Schuss · gestrichelt = Laufweg · Schlangenlinie = Dribbling

Ein breites, querliegendes Feld mit vier von links nach rechts nummerierten Stationen, die oben beschriftet sind. Links steht hinter einer Hütchenlinie eine Startgruppe aus drei Kindern in Blau mit Ball. Station 1 Hängebrücke ist eine Reihe aus vier Hütchen, durch die eine geschlängelte Dribbellinie im Slalom führt. Station 2 Fluss ist eine graue Querzone, durch die ein gestrichelter Laufweg führt, weil der Ball dort über dem Kopf getragen wird. Station 3 Löwengrube ist ein mit vier Hütchen abgestecktes Rechteck, durch das wieder eine Dribbellinie läuft. Station 4 Affentempel ist ein Reifen ganz rechts. Vom Reifen führt ein gestrichelter Rückweg am unteren Bildrand zurück zur Startlinie.

Leichter machen

  • Hütchen weiter auseinander stellen.
  • Den Ball im Fluss tragen statt über dem Kopf halten.
  • Löwengrube weglassen und nur drei Stationen laufen.

Schwerer machen

  • Slalom nur mit dem schwächeren Fuß.
  • Der Trainer steht als Affe am Tempel und versucht, den Ball wegzunehmen.
  • Im Affentempel zweimal drehen, einmal in jede Richtung.

Coaching-Punkte

  • Im Slalom viele kleine Kontakte, der Ball bleibt in Fußnähe.
  • Nach jeder Station den Kopf heben und die nächste suchen – der Parcours wird gelesen, nicht auswendig gelernt.
  • Beim Tragen über dem Kopf aufrecht bleiben und weiterlaufen.
  • Eine Runde den Slalom nur mit rechts, eine nur mit links – der schwächere Fuß kommt so ohne Extra-Übung dran.
  • Lautstark anfeuern und die Stationen benennen. Die Geschichte ist hier Teil der Methode.

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